Problemhundtherapie
In der Problemhundtherapie geht es nicht um Sitz, Platz oder Fuß. Diese ist von der klassischen Hunderziehung zu trennen. Es wird in der Therapie an Verhaltensweisen, die Sie als Hundehalter störend empfinden, und/oder die gefährlich für Mensch und andere Tiere sind, gearbeitet.

Problemverhalten kann durch:
ungeklärte oder falsche Rangordnungsverhältnisse
Verständigungsschwierigkeiten zwischen Mensch und Hund
Routinen und feste Abläufe im täglichen Umgang
Ressoursenkontrolle durch den Hund
entstehen.

Problemverhalten entsteht nicht in kurzer Zeit, sondern immer schleichend und mit steigender Intensivität. Für den Hundehalter kommt die Aktion des Hundes dann „plötzlich und unerwartet".
Wenn der Hund ein Fehl- oder Problemverhalten zeigt, ist es kein böswilliger Hund, sondern dieses Verhalten ist aus Sicht des Hundes normal. Er handelt artgerecht. Aggressives Verhalten kann normal sein, da er ein Raubtier ist. Zwischen Kontrollverhalten und den Biss eines Menschen gibt es eine Vielzahl von aggressiven Varianten, die man erkennen und nicht unterschätzen sollte.
Er kennt den Unterschied -nach unserem Verständnis- zwischen richtig und falsch nicht, sondern macht aus seiner Sicht alles richtig.
Wir schaden unserem Hund nicht, wenn wir das Problemverhalten in ein von uns gewünschtes Verhalten umwandeln.

Es ist eine Problemhundtherapie zu empfehlen, wenn Ihr Hund:
eine Handscheue hat
ängstliche und unsicher ist
sein Futter –auch Ihnen gegenüber- verteidigt
Menschen anknurrt und / oder nach ihnen schnappt
alles was sich bewegt hetzt
aggressiv gegenüber anderen Hunden ist
ohne Unterlass bellt…
Solche Probleme verschwinden nicht von alleine, sie werden eher schlimmer.

Für die Durchführung einer Problemhundtherapie spielt weder die Vorgeschichte des Hundes eine Rolle noch eventuelle Fehler die ein Besitzer gemacht hat. Diese sind eventuell die Ursache. Unabdingbar ist Ihre Bereitschaft die Situation zu verändern und die gemeinsam erarbeitete Therapie bestmöglich umzusetzen.

Die Problemhundetherapie findet ausschließlich bei Ihnen zu Hause und in Ihrer Umgebung statt, da dort das Problem besteht und gelöst werden soll. Durch intensives und konsequentes Arbeiten können Sie in kürzester Zeit Veränderung am Hund wahrnehmen. Der Mensch sollte agieren und somit die Führungsrolle übernehmen.

Die Problemhundetherapie ist komplett gewaltfrei und nonverbal.

Durch die nonverbale Arbeit entziehen wir dem Hund die Grundlage dafür nicht auf uns zu achten. Ohne Sprache ist er gezwungen zu schauen wo Sie eigentlich sind.

Ihr Hund agiert (unerwünschtes Verhalten), Sie reagieren (Alternative gezeigt) und entscheiden, in welchem Umfang er seine Aktion ausführen kann (Bestätigung mit Futter).

In einem ausgiebigen Beratungsgespräch, bei Ihnen zu Hause, teste ich das Verhalten des Hundes. Der Therapieablauf beginnt mit dem richtigen Einschätzen des Hundes, und wir besprechen die weiteren Therapieschritte. Eine erfolgversprechende Therapie, unter der Voraussetzung dass der Hund keine gesundheitlichen Probleme hat, ist nur gegeben wenn der Hundehalter sein Verhalten dem Hund gegenüber ändert.

Sie lernen:
konsequentes Verhalten Ihrem Hund gegenüber
Geduld und Einfühlungsvermögen
den Hund beobachten und sein Verhalten richtig einschätzen
Kontrolle Ihrer Körperaktionen, Gestik und Mimik

Da ich positiv arbeite, erzeuge ich kein Meideverhalten.
Druck erzeugt Gegendruck - Aggressives Training löst Aggression aus.
Sie erhalten von mir die erforderlichen Grundlagen zur Erziehung.
Wenn Sie bereit sind umzudenken, wird sich Ihr Hund verändern.

Nicht am Hund wird korrigiert, sondern Ihr Verhalten dem Hund gegenüber!

Ich leite Sie an, erkläre und zeige Ihnen, was und wie Sie mit Ihrem Hund arbeiten müssen um das unerwünschte Verhalten erfolgreich umzuwandeln.
Wie viele Therapietage nötig sind, ist vom Einzelfall und von Ihrer Mitarbeit abhängig. Ohne Sie wird Ihr Hund sein Verhalten nicht ändern.

In zeitlichem Abstand zur Therapie erfolgt ein Kontrolltermin um den Erfolg des Trainings zu überprüfen und eventuell noch kleine Korrekturen anzustoßen.

Jeder Hund wird seinem Menschen gerne die Führung überlassen!

Ich bin auch nach der Therapie gerne weiterhin für Sie da.